Peppol-ID: Aufbau, Beispiel & wie du sie beantragst

Eine Peppol-ID (Peppol-Teilnehmer-ID) ist die eindeutige Adresse, die einen Teilnehmer im Peppol-Netzwerk identifiziert — damit Rechnungen automatisch an genau diesen Empfänger geleitet werden können. Sie funktioniert wie eine Postanschrift im Netzwerk.

Aufbau einer Peppol-ID

Eine Peppol-ID hat immer die Form <Schema>:<Kennung>. Das Schema ist ein sogenannter Electronic Address Scheme (EAS) — ein vierstelliger Code, der angibt, welche Art von Kennung folgt.

Schema : Kennung
9930   : DE123456789

Ein deutsches Unternehmen wird häufig über seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer adressiert, dafür dient das Schema 9930 (deutsche USt-IdNr.). Es gibt aber weitere Schemata, zum Beispiel:

Welches Schema passt, hängt davon ab, über welche Kennung dein Empfänger erreichbar ist.

Wie bekomme ich eine Peppol-ID?

Du beantragst eine Peppol-ID nicht direkt bei OpenPeppol. Stattdessen wendest du dich an einen zertifizierten Peppol Access Point bzw. Service Provider. Dieser:

  1. registriert deine Kennung im Peppol-Verzeichnis (SML/SMP),
  2. macht dich damit für andere Teilnehmer auffindbar,
  3. übernimmt Versand und Empfang über das Netzwerk.

Erst durch diesen Eintrag wird deine Kennung zu einer aktiven Peppol-Adresse, an die andere senden können.

Peppol-ID vs. Leitweg-ID

Beides wird leicht verwechselt, ist aber grundverschieden:

Über das Schema 0204 lässt sich eine Leitweg-ID zugleich als Peppol-Adresse für deutsche Behörden nutzen. Peppol ist dabei das Netzwerk und der Transport; das Dokumentenformat darauf ist meist Peppol BIS Billing 3.0 (UBL), das den grenzüberschreitenden Austausch in der EU ermöglicht.

Brauche ich überhaupt Peppol?

Nicht zwingend. Viele kleine Unternehmen, die inländische B2B- oder B2G-Rechnungen verschicken, kommen ohne Peppol aus: XRechnung und ZUGFeRD lassen sich auch per E-Mail austauschen. Eine Peppol-ID lohnt sich vor allem, wenn ein Empfänger den Empfang ausdrücklich über das Netzwerk verlangt oder du international elektronisch fakturierst.

Unabhängig vom Versandweg muss das Format aber stimmen (EN 16931). Du kannst deine E-Rechnung im Browser erstellen und prüfen, bevor du sie versendest.

Häufige Fragen

Was ist eine Peppol-ID?

Die Peppol-ID (Peppol-Teilnehmer-ID) ist die eindeutige Adresse, die einen Teilnehmer im Peppol-Netzwerk identifiziert. Über sie werden elektronische Rechnungen an den richtigen Empfänger geleitet.

Wie ist eine Peppol-ID aufgebaut?

Sie hat die Form <Schema>:<Kennung>. Das Schema ist ein EAS-Code, der den Typ der Kennung angibt. Ein deutsches Unternehmen wird oft über seine USt-IdNr. mit dem Schema 9930 adressiert, z. B. 9930:DE123456789.

Wie beantrage ich eine Peppol-ID?

Du registrierst dich nicht direkt bei OpenPeppol, sondern über einen zertifizierten Peppol Access Point bzw. Service Provider. Dieser trägt deine Kennung in das Peppol-Verzeichnis (SML/SMP) ein, damit andere dich finden und beliefern können.

Brauche ich für die E-Rechnung zwingend eine Peppol-ID?

Nein. Viele kleine Unternehmen tauschen inländische E-Rechnungen wie XRechnung oder ZUGFeRD auch per E-Mail aus. Peppol ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein Empfänger den Empfang über das Netzwerk verlangt.